Transparenz Jugendhilfe

Einzelpädagogische (Intensiv-) Maßnahmen (EPM)

Die Entwicklung und Umsetzung Einzelpädagogischer Maßnahmen hat sich in den letzten Jahren zu einem Schwerpunkt der Arbeit bei der TRANSPARENZ JUGENDHILFE entwickelt. Getreu der Maxime: Wir sind da, wenn wir gebraucht werden!, gestalten wir in enger Zusammenarbeit mit allen, an der konkreten Hilfesituation Beteiligten, besonders maßgeschneiderte Hilfeangebote für junge Menschen, die aktuell über klassische Hilfsmaßnahmen nicht erreicht werden können.

Die betroffenen jungen Menschen werden häufig als `äußerst schwierig´ eingestuft. Haben meist zahlreiche Brüche mit dem Hilfesystem hinter sich. Sie werden als `Grenzgänger´, `System-sprenger´ oder `Verweigerer´ bezeichnet. Die damit einhergehenden Situationen und Bedarfe als `schier aussichtslos´ eingeordnet.

Die TRANSPARENZ JUGENDHILFE hat es sich dennoch, oder gerade deswegen, zur Aufgabe gemacht, auch wenn es manches Mal anstrengend, aufreibend und äußerst intensiv ist, für diese jungen Menschen sichere Lebensorte, chancenreiche pädagogische Ausgangslagen, verlässliche Entwicklungsräume und echte Perspektiven zu schaffen.

Unsere Einzelpädagogischen Maßnahmen brauchen tragfähige pädagogische Konzepte, eine intensive Begleitung durch professionelle Fachkräfte, klare Strukturen und Kontinuität, verlässliche Beziehungen und geeignete Betreuerpersönlichkeiten sowie ein hohes Maß an Flexibilität, Toleranz, Ausdauer, Beharrlichkeit und Konsequenz in der täglichen pädagogischen Arbeit.

Rechtliche Grundlage

§§ 27, 34, 35, 35a, 41, 42 SGB VIII

Zielgruppen

Einzelpädagogische Maßnahmen setzt die TRANSPARENZ JUGENDHILFE für Kinder, Jugendliche und junge Volljährige um, die außergewöhnlich problembelastende und überfordernde Lebenslagen zu bewältigen haben, die aufgrund ihrer Biografien und sozialen Umfeldes häufig sehr belastet sind, die mit ihren krisenhaften Lebenssituationen überfordert und in ihren Entwicklungen akut gefährdet sind. Die bisherigen Entwicklungen dieser Kinder, Jugendlichen und jungen Volljährigen sind häufig durch beeinträchtigende Lebenssituationen und Erfahrungen (z. B. Nichtannahme von Hilfen, häufige Beziehungsabbrüche, wechselnden Lebensorte, andere psychische und physische Verletzungen, etc.) geprägt. Immer wieder führen solche Belastungen zum Bruch mit den Familien und zum Abbruch sozialpädagogischer, stationärer wie psychiatrischer Betreuungsformen, lassen die jungen Menschen den Zusammenbruch ihrer sozialen Situation und bisherigen Lebenskontextes erleben.

Einzelpädagogische Maßnahmen setzt die TRANSPARENZ JUGENDHILFE u. a. für junge Menschen um, …

… die häufig als `äußerst schwierig´ eingestuft werden,
… deren Umstände, Bedarfe und Entwicklungen als `eher aussichtslos´ eingeordnet werden,
… die sich klassischen Hilfeangebote und Unterstützungen verweigern bzw. entziehen,
… die bestehende Systeme wie Konzepte `sprengen´,
… mit Auffälligkeiten u. a. nach Gewalterfahrungen,
… mit unterschiedlichsten Störungen des Sozialverhaltens und der Emotionen,
… mit dissozialem Verhalten und Verwahrlosungssymptomen,
… die akut eine professionelle, bedarfsgerechte Unterstützung benötigen,
… die dringlich einen sicheren Lebensort und verlässlichen Entwicklungsraum brauchen.

Zielsetzungen

Zentrale Zielsetzungen der Einzelpädagogischen Maßnahmen der TRANSPARENZ JUGENDHILFE sind, diesen jungen Menschen zunächst einen sicheren Lebensort, ein geregeltes Setting sowie ein verlässliches Betreuungssystem zu geben, um so zunächst die akute Lebenssituation zu stabilisieren.

Zur Schaffung einer chancenreichen pädagogischen Ausgangslage gilt es anschließend die Ängste, Bedenken und Spannungen der betroffenen jungen Menschen abzubauen, damit diese sich auf die jeweilige Maßnahme einlassen und vertrauensvolle Beziehungen aufgebaut werden können.

Auf dieser Grundlage sind diese jungen Menschen so zu fördern, dass schwierige und überfordernde Lebenslagen bewältigt und weitere Abbrüche vermieden werden können. Es gilt tief verwurzelte Erfahrungen aufzuarbeiten und alternative Handlungsoptionen zu zukünftigen Herausforderungen und Krisenzeiten zu entwickeln.

Weitere Ziele unserer Einzelpädagogischen Maßnahmen können z. B. sein:

• Distanz zu problematischen Lebenswelten und belastenden Wirklichkeiten erlangen
• Entlastung & Stabilisierung der sozialen und psychischen Situation
• Unterstützung bei der Alltagsstrukturierung, -organisation & -bewältigung
• Hilfe bei der Bewältigung persönlicher Krisen
• Erkennung, Stärkung und Entfaltung von Ressourcen
• Förderung des Selbstbewusstseins und der Möglichkeiten der Angstüberwindung
• Förderung von Beziehungs- und Gruppenfähigkeit
• Förderung des Sozialverhaltens durch offensiveren Umgang mit der Umwelt
• Stärkung von Selbsthilfepotentialen
• Aufbau und Verbesserung von Lern- & Entwicklungschancen
• Beratung und ggf. Durchführung aktiver Freizeitgestaltungen
• Entwicklung der Persönlichkeit und Erweiterung sozialer und emotionaler Kompetenzen
• Entwicklung einer eigenen Lebensperspektive
• Förderung von Selbstständigkeit & eigenverantwortlicher Lebensführung
• Umsetzung erlebnispädagogischer Inhalte

Entwicklungsräume individuell gestalten

Für ihre Einzelpädagogischen Maßnahmen hält die TRANSPARENZ JUGENDHILFE keine Plätze unmittelbar vor. Stattdessen schafft sie in enger Zusammenarbeit mit den zuständigen Fachkräften der Jugendämter oder sonstigen Dienste einmalige Betreuungssettings, die dem individuellen pädagogischen und lebenspraktischen Unterstützungsbedarf der Klienten aktuell entsprechen.

Es kann sein, dass die TRANSPARENZ JUGENDHILFE im jeweiligen Bedarfsfall auf eine Ihrer zur Verfügung stehenden Wohneinheiten zurückgreift. Ansonsten werden unter Nutzung sämtlicher bestehender Netzwerke entsprechende Wohneinheiten gesucht. Diese können, je nach Bedarf, in sehr reizarmen Umgebungen liegen oder bieten gute infrastrukturelle Anbindungen.

Ob einzelne Wohnung, ganzes Haus oder andere kreative Wohneinheit – diese sind voll möbliert und ihr Zustand bzw. Standard liegt in der Regel über dem allgemeinen Standard von Jugendhilfeeinrichtungen.

Die jungen Menschen bewohnen i. d. R. ein eigenes Zimmer und nutzen die weiteren Räumlichkeiten gemeinschaftlich. Der persönliche Wohnbereich kann während einer Clearing- bzw. Eingewöhnungsphase von den Bewohnern, in Abstimmung mit den Betreuern, individuell ergänzt und gestaltet werden.

Einsatz von Deeskalationsteams

Einige, der durch Einzelpädagogische Maßnahmen der TRANSPARENZ JUGENDHILFE zu betreuenden Klienten, zeigen aggressive, unkontrollierte oder gewalttätige Verhaltensweisen. Sie neigen zu selbst- und fremdgefährdenden Handlungen, offenbaren sich als gewaltbereit gegenüber anderen wie dem betreuenden Personal und provozieren aggressive Stresssituationen.

Es gilt im Rahmen unserer Einzelpädagogischen Maßnahmen für die Klienten wie das betreuende Personal einen geschützten Raum für gemeinsames pädagogisches Arbeiten zu gewährleisten. Die für die TRANSPARENZ JUGENDHILFE im Einsatz befindlichen Mitarbeitenden müssen zu jeder Zeit handlungsfähig bleiben und die Kontrolle behalten können.

Die klare Trennung von pädagogischen wie deeskalierenden Rollen und Aufgaben in einem betreuenden Gesamtteam ermöglicht nach unseren Erfahrungen einen adäquaten Umgang mit aggressiven und gewalttätigen Verhaltensweisen. Sie schafft eine verbindliche Grundlage dafür, dass konflikt- und gewaltreiche Situationen entsprechend gehändelt, bearbeitet und aufgelöst und selbst- und fremdgefährdende Handlungen zu jeder Zeit unterbunden werden können.

Darum kooperiert die TRANSPARENZ JUGENDHILFE in entsprechenden Einzelpädagogischen Maßnahmen seit Jahren mit erfahrenen Deeskalationsteams. Entsprechend geschultes Personal unterstützt unsere Mitarbeiter mit der notwendigen Sensibilität und pädagogischen Erfahrung u. a. dabei:

• Kompensation aggressiver Verhaltensweisen
• Schutz vor Gewalthandlungen
• Vermeidung von Gefährdungen
• Begleitung außerhalb stationärer Einrichtungen & Settings 

Leistungen & Hilfeplanung

Mit seinen Einzelpädagogischen Maßnahmen (EPM) bietet die TRANSPARENZ JUGENDHILFE eine Hilfeleistung, die die akute Lebenssituation der einzelnen jungen Menschen stabilisiert und bei der komplexen Problematik seiner persönlichen und sozialen Situation unterstützt.

Unsere Einzelpädagogischen Maßnahmen (EPM) schaffen Distanz zu festgefahrenen Strukturen und problematischen Lebenswelten, helfen akute Gefahren abzuwenden und Beziehungsfähigkeit neu zu entwickeln. Sie begleiten die jungen Menschen auf dem Weg zu einer selbständigen und eigenverantwortlichen Lebensgestaltung.

Im Rahmen eines geschützten Erfahrungsraumes werden diese dem sozialpädagogischen Bedarf und den Entwicklungen der Klienten individuell angepasst. Die Hilfe wird möglichst schnell, individuell und ganzheitlich arrangiert. Die inhaltliche Gestaltung unserer Einzelpädagogischen Maßnahmen (EPM) geschieht auf Basis des Prozesses der Hilfeplanung und braucht das enge Zusammenwirken mit allen an der konkreten Hilfesituation Beteiligten.

Die 24h-Betreuung `face to face´ der jungen Menschen erfolgt in 1:1-Betreuungen oder sogar intensiveren Betreuungssettings (u. U. durch den ergänzenden Einsatz eines Deeskalationsteams). Der Aufbau vertrauensvoller wie verlässlicher Beziehungen zwischen Betreuern und den jeweiligen Klienten ist dabei eines der zentralsten Elemente des Hilfeangebotes.

Unsere Betreuung im Rahmen Einzelpädagogischer Maßnahmen (EPM) ist langfristig zu planen und anzulegen. Sie sind schwerpunktmäßig für Minderjährige konzipiert.

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