Transparenz Jugendhilfe

Infos & Erklärungen zum Bereich Schulbegleitung

Im Folgenden hat die TRANSPARENZ JUGENDHILFE, für alle diejenigen, die sich für den Bereich `Schulbegleitung´ interessieren und die über einen beruflichen Einstieg in den Bereich `Integrationshilfe (IGH) als Schulbegleiter*in nachdenken, entsprechende Informationen, Hinweise und Erläuterungen zusammengestellt:

 

Schulbegleitung – inklusiv, systemrelevant & gesellschaftlich bedeutsam!

Auf der Grundlage eines einbeziehenden, inklusiven Bildungssystems soll behinderten Kindern mit entsprechendem Förderbedarf, gleichberechtigt mit nichtbehinderten Kindern, der Zugang zu einem inklusiven und hochwertigen Schulunterricht ermöglicht werden.

Behinderte Kinder haben das Recht, gemeinsam mit nicht behinderten Kindern eine allgemeine Schule zu besuchen. Nach der UN-Behindertenrechtskonvention, die seit dem Jahr 2009 auch in Deutschland in Kraft getreten ist, gilt dieser Anspruch für das einzelne Kind unabhängig von anders lautenden Schulgesetzen.

Das Hilfeangebot `Integrationshilfe (IGH)/Schulbegleitung´ der TRANSPARENZ JUGENDHILFE ist ein ambulantes, auf den Einzelfall bezogenes und schulunterstützendes Hilfeangebot für Kinder mit Handicaps, körperlichen, geistigen oder seelischen Behinderungen und entsprechenden Förderbedarfen, die beim Schulbesuch eine individuelle Unterstützung brauchen!

Das Hilfeangebot `Schulbegleitung´ begünstigt eine gelingende Inklusion, gleichberechtigte Teilhabe am Leben und größtmögliche Selbstständigkeit. Es sichert eine angemessene Schulbildung, individuell förderliche Beschulung und das Erleben von Freude und Spaß beim Lernen.

Unsere Schulbegleiter*innen unterstützen die soziale Integration der betroffenen Kinder in das Schulsystem. Sie sorgen für Entlastung der Kinder im schulischen Alltag, den Aufbau von Sicherheit und Orientierung in der schulischen Umgebung und die Verbesserung deren sozialer und psychischer Situation.

Zielgruppe für das Hilfeangebot Schulbegleitung

Das Hilfeangebot der `Schulbegleitung´ richtet sich an Kinder und Jugendliche, die aufgrund u. a. folgender besonderer Situationen, Handicaps bzw. Behinderungen wie Auffälligkeiten eine besondere und individuelle Unterstützung zur Bewältigung der schulischen Anforderungen benötigen:

  • körperliche und geistigen Behinderungen
  • Autismus-Spektrums-Störung
  • Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom (ADS)
  • Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Störung (ADHS)
  • Konzentrationsprobleme
  • Motivationsprobleme
  • mangelnde Sozialkompetenz und soziale Verhaltensstörungen
  • Fremd- & Autoaggressivität
  • Entwicklungsverzögerungen
  • Angst- & Bindungsstörungen (z. B. Pflegekinder)
  • Traumatisierungen
  • Schulverweigerung
  • Folgeerscheinungen des Fetalen Alkoholsyndroms (FAS)
  • Lese-Rechtschreib-Schwäche (LRS) und Dyskalkulie

Einsatz, Aufgaben & Tätigkeiten unserer Schulbegleiter*innen

praxisbezogener Einsatz von Schulbegleiter*innen

Als Schulbegleiter*innen begleiten, betreuen und unterstützen Sie schulpflichtige Kinder und Jugendliche mit geistigen, körperlichen oder (drohenden) seelischen Behinderungen in allen Schulformen. Diese Unterstützung geben unsere Schulbegleiter*innen in der Regel in einer 1:1-Betreuung ganz individuell, orientiert am Hilfebedarf der jeweiligen Kinder sowie den Vorgaben der Hilfeplanung.

Je nach Einzelfall kann dies den gesamten Unterricht oder auch nur einen Teil der Stunden umfassen, kann Schulbegleitung auch auf dem Weg zur Schule, während der Nachmittagsbetreuung, bei Klassenfahrten oder bei Schulausflügen stattfinden.

Unsere Schulbegleiter*innen sind nah dran, sitzen im Unterricht neben den Klient*innen und begleiten Entwicklungen hautnah. Wesentliches Prinzip unseres Hilfeangebots `Integrationshilfe (IGH)/Schulbegleitung´ ist die Hilfe zur Selbsthilfe, um den Schulalltag bestmöglich selbstständig meistern zu können.

Aufgaben & Tätigkeiten in der Schulbegleitung

Die konkreten, tagtäglichen Aufgaben und Tätigkeiten in der Schulbegleitung bzw. bei der Begleitung & Betreuung der Klienten*innen im Schulalltag sind ausgesprochen vielfältig und orientieren sich am individuellen Bedarf der Schüler*innen:

Begleitung, Orientierung & Unterstützung im schulischen Alltag

  • Begleitung, Orientierung und Unterstützung der Schüler*innen
  • Sicherstellung der Betreuung und Beaufsichtigung, ggf. Strukturierung in den Pausen
  • Hilfestellungen zur räumlichen und zeitlichen Orientierung
  • Unterstützung bei der Selbstversorgung & bei lebenspraktischen Dingen
  • Begleitung und Orientierungshilfen auf dem Schulweg
  • Begleitung und individuelle Assistenz bei Arbeitsgemeinschaften und Projekten
  • Begleitung und Betreuung bei Ausflügen, Klassenfahrten, etc.
  • Ermöglichung der Teilnahme an sonstigen Schulveranstaltungen, Schulpraktika, etc.

Förderung einer individuellen Beschulung & Teilhabe am Unterricht

  • Förderung einer aktiven Teilnahme der Schüler*innen am Unterricht
  • Einüben verschiedener Lerntechniken & Ordnungsprinzipien
  • Versorgung & Hilfestellungen im Umgang mit Lern- und Arbeitsmaterialien
  • Hilfen bei der Erfassung von Lerninhalten & Verständnis schulischer Inhalte
  • Förderung von Motivation & Aufrechterhaltung der Konzentration

Förderung individueller Arbeitsweisen & eines persönlichen Lernverhaltens

  • Anpassung von Aufgaben an die individuellen Möglichkeiten der Schüler*innen
  • Ermöglichen eines subjektiven Lerntempos
  • Umsetzung & Anpassung individueller Lernübungen
  • Förderung der individuellen Lernmotivation
  • Hilfen zur Vor- und Nachbereitung von Unterrichtsinhalten
  • Erstellung individueller Hilfsmittel & Kommunikationsmaterialien

Persönlichkeitsentwicklung & soziale Kompetenzen

  • Förderung von Selbständigkeit & Selbstbestimmung
  • Persönlichkeitsentwicklung & Stabilisierung der psychischen Verfassung
  • Verbesserung der sozialen Situation & Förderung sozialer Kontakte
  • Förderung des Sozialverhaltens & der Kommunikation im Schulalltag
  • Aufbau und Stärkung sozialer und emotionaler Kompetenzen
  • Bewusstmachung persönlicher Stärken, Ressourcen & Fähigkeiten
  • Stärkung von Selbsthilfepotentialen
  • Erleben von Spaß und Freude ermöglichen

Verfassen von Sachstandsberichten

Zu den regelmäßig stattfindenden Hilfeplangesprächen ist vorbereitend immer ein Sachstandsbericht von den jeweiligen Schulbegleiter*innen zu verfassen. Der Bericht dient bei einem Hilfeplangespräch (HPG) als Gesprächsgrundlage für alle an der Hilfe für die jeweiligen Klient*innen beteiligten Personen.

Die verfassten Sachstandsberichte sind in jedem Fall spätestens zwei Wochen vor dem geplanten Termin des jeweiligen Hilfeplangesprächs (HPG) an die beteiligten Personen, u. a. an die Klient*innen, die Eltern bzw. Sorgeberechtigten, Verantwortlichen der Jugendämter, etc. zu versenden.

Sollte jemand der Beteiligten mit einzelnen Inhalten nicht einverstanden sein, steht es diesen frei, dies im Hilfeplangespräch (HPG) anzusprechen. Eine diesbezüglich gemeinsame Auswertung darf in keinem Fall vernachlässigt werden. Der Sachstandsbericht ist daraufhin seitens der TRANSPARENZ JUGENDHILFE allerdings nicht zu ändern – er soll reinweg als Gesprächsgrundlage dienen.

Beim Verfassen der Sachstandsberichte können sich die Mitarbeiter*innen der TRANSPARENZ JUGENDHILFE im Bereich der `Schulbegleitung´ an entsprechenden Vorlagen orientieren. Darüber hinaus stehen beim Verfassen der Sachstandsberichte die Leitungskräfte der TRANSPARENZ JUGENDHILFE den Mitarbeiter*innen unterstützend zur Seite, kontrollieren und optimieren die Berichte bei Bedarf mit den Mitarbeiter*innen.

Methodisches Handeln & Vorgehen

Mein Platz als Schulbegleiter*in im Einsatz

Schulbegleiter*innen begleiten und betreuen die Klient*innen je nach Bedarf auf dem Weg in die Schule, während der Schulzeiten im Unterricht, in der offenen Ganztagsschule, während der Pausenzeiten, bei Klassenfahrten oder anderen Sonderveranstaltungen.

Im Unterricht

Während der Lernzeiten, also in den einzelnen Unterrichtsstunden, sind die Schulbegleiter*innen der TRANSPARENZ JUGENDHILFE immer nah an den Klient*innen dran! Nur so können aus Sicht der TRANSPARENZ JUGENDHILFE die Schulbegleiter*innen im Einsatz die aktuelle Verfassung, Stimmung und Bedürfnisse des/der Klient*in erkennen, antizipieren und darauf reagieren.

Entsprechend notwendige Unterstützungen, Motivationen, Deeskalationen, Interventionen, etc. können so im Bedarfsfall zeitnah durch die Schulbegleiter*innen erfolgen.

Ein Aushandeln mit dem Klienten, als pädagogische Intervention, ob etwas mehr oder weniger Distanz beim Sitzen neben ihm in der jeweiligen Situation passend erscheint, ist davon selbstverständlich unberührt.

Während der Pausenzeiten

In den Pausenzeiten halten sich unsere Schulbegleiter*innen in der Regel in der Nähe ihrer Klient*innen auf und sind auf Sichtweis zu diesen. Darüber hinaus können unsere Mitarbeiter*innen in jeder Pause individuell entscheiden, wie das Verhältnis von Nähe und Distanz der eigenen Person zu der/dem jeweiligen Klient*in, je nach aktueller Situations- und Bedarfslage, angemessen und förderlich ist.

In der Offenen Ganztagsschule

Innerhalb der Nachmittagsbetreuung gibt es je nach Schule, Schulform und pädagogischem Konzept, verschiedene Betreuungsmodelle.

Während der Lern-, Hausaufgaben- und Betreuungszeiten am Nachmittag in der Schule gelten für unsere Schulbegleiter*innen die gleichen o. g. Handlungsvorgaben, wie während der Unterrichtszeiten und die Klient*innen erfahren das gleiche Maß an Unterstützung wie zu den Unterrichtszeiten.

Es ist seitens unserer Mitarbeiter*innen zu beachten, dass während der betreuten Zeiten am Nachmittag die Konzentration der Klient*innen häufig geschwächt und in der Folge die Frustrationstoleranz reduziert sein kann. Dies gilt gleichermaßen für angeleitete Sport- oder Freizeitangebote im Rahmen der Nachmittagsbetreuung.

Während freier Spielzeiten am Nachmittag, sollten unsere Schulbegleiter*innen, im Vergleich zu den Pausenzeiten am Vormittag, mit erhöhter Aufmerksamkeit agieren, da die Länge des Unterrichtstages teilweise Auswirkungen auf das grundsätzliche Sozialverhalten wie die kognitiven Fähigkeiten  der Klient*innen zeigen kann.

Umgang mit Zielsetzungen

Ziele aus dem HPG-Bericht präsent haben

Die genauen Ziele, Arbeitsaufträge und die jeweiligen Betreuungszeiten werden zu jeder Hilfe im Hilfeplanverfahren zusammen mit den Jugendämtern und den jeweiligen Klient*innen vereinbart und bei Bedarf angepasst. Diese sollten für alle Beteiligten verständlich, umsetzbar und erreichbar sein.

Auf dieser Grundlage können Ziele der ergebnisorientierten Steuerung von Hilfeprozessen dienen. Es können Entwicklungen und Kompetenzzuwächse erfasst und es kann evaluiert werden, ob eine Hilfeleistung sich als hilfreich, wirkungsvoll und nachhaltig erweist.

Die im individuellen Hilfeplan definierten Ziele sollten unseren Schulbegleiter*innen bei der täglichen Arbeit mit ihren Klient*innen bewusst sein, um sich bei ihrem inhaltlichen Handeln an diesen zu orientieren, ihr Vorgehen mit den Lehrkräften aufgrund dieser abzustimmen und diese bei Bedarf anzupassen.

Ziele für den täglichen Einsatz herunterbrechen

`Jeder Tag ist neu und jeder Tag ist anders´. Dementsprechend richten sich unsere Schulbegleiter*innen nach den Ressourcen, die dem Klienten aktuell, in Abhängigkeit von seiner jeweiligen Tagesform, zur Verfügung stehen. Dabei verlieren unsere Mitarbeiter*innen die im Hilfeplan erarbeiteten, übergeordneten Zielsetzungen nie aus den Augen.

So kann es sein, dass es Tage gibt, an denen eine störungsfreie Teilhabe am Unterricht für den Moment das maßgebendste Ziel ist. Am darauffolgenden Tag kann schon wieder die Fortführung der Förderung in verschiedenen Lernbereichen möglich und angezeigt sein.

In manchen Stunden eines Schultages kann es z. B. sein, dass eine Einzelarbeit, eventuell sogar in intensiver Abgrenzung von der Umwelt, für die/den Klient*in wie auch für ihr/sein Lernumfeld, am sinnvollsten ist. Unter Umständen bieten bereits die nächsten Unterrichtsstunden, z. B. nach einer Pause, erneut die Möglichkeit zur sozialen und fachbezogenen Gruppenarbeit.

Abstimmen des Vorgehens zur Zielerreichung mit den Lehrkräften

Die im Hilfeplan festgeschrieben Ziele dienen allen Beteiligten im Helfersystem als gemeinsame und verbindliche Handlungs- und Planungsgrundlage. Es gilt, im Verbund der beteiligten pädagogischen wie sozialen Fachkräfte, sämtliche relevanten Fragestellungen zu Herangehensweisen, Maßnahmen, Inhalten, Interventionen, etc. mit denen die individuelle Schulbegleitung umgesetzt werden soll, zu klären.

Hier braucht es eine klare Kommunikation wie sich teilweise erneuernde Absprachen zwischen den Fach- und Klassenlehrer*innen, den Sonderpädagog*innen, Schulsozialarbeiter*innen, Betreuer*innen im schulischen Ganztag sowie den Schulbegleiter*innen.

Bei einem solchen wiederkehrenden Austausch kann u. a. festgestellt werden, dass die Ziele, zumindest teilweise, neu definiert werden sollten, um eine bessere Wirkung wie Durchführung der Hilfe gewährleisten zu können. In diesem Fall kann der übergeordnete Dialog, mit den Leitungskräften der TRANSPARENZ JUGENDHILFE, dem Fachkollegium seitens der Schule wie der/dem fallführenden Mitarbeiter*in des Jugend- oder Sozialamtes gesucht werden, um die Hilfen an den aktuellen Bedarf anzupassen.

Sollten die Mitarbeiter*innen der TRANSPARENZ JUGENDHILFE, bei ihrem Einsatz in der Schulbegleitung, eine Kommunikation im Helfersystem erleben, die ihnen mit Blick auf eine zielführende Umsetzung der Hilfe als nicht ausreichend erscheint, dürfen sie diese entsprechend einfordern wie eine diesbzgl. Unterstützung einer Leitungskraft der TRANSPARENZ JUGENDHILFE anfragen.

Hilfreiche Strukturen geben

Einrichtung des Arbeitsbereiches

Die Einrichtung eines strukturierten, räumlich begrenzten Arbeitsbereiches, kann für die Klient*innen äußerst hilfreich sein. Hierbei können, bedürfnis- und situationsorientiert, die vorhandenen Möglichkeiten seitens unserer Schulbegleiter*innen einbezogen werden.

Um die individuelle Teilhabe der jeweiligen Klient*innen am Unterricht optimieren zu können, können mit Blick auf die flexible Einrichtung und Anpassung des Arbeitsbereiches z. B. folgende Handlungsoptionen wie strukturgebenden Maßnahmen seitens unserer Schulbegleiter*innen umgesetzt werden:

  • Nutzung eines entsprechend platzierten Einzeltisches
  • Anwendung einer evt. vorhandenen funktionalen Lernbox
  • Kenntlichmachung personenbezogener Arbeitsbereiche
  • Abgrenzung wie Distanzierung zu den Klassenkamerad*innen/Tischnachbar*innen
  • Verkleinerung des Aktionsraumes
  • Begrenzung der Arbeitsfläche (abkleben mit Klebeband)
  • Einsatz spezieller Arbeitsmittel wie u. a. Timer, Piktogramme, etc.

Es kann, je nach Klient*in, Bedarf, Störungsbild, Situation, etc. angezeigt sein, den Arbeitsbereich für eine(n) Schüler*in personenbezogen als den `seinen´ kenntlich zu machen. Dies kann individuell mit Hilfe von Beschriftungen, Bildern, Farben, etc. erfolgen. Dies kann ebenso für entsprechende Versammlungs-, Warte- und andere Aufenthaltsbereiche gelten.

In diesem Fall, wie auch grundlegend, ist Flexibilität unserer Schulbegleiter*innen gefragt - denn allein auf schulischer Seite geben die Vermittlung neuer Lerninhalte, eine fachbezogene Stillarbeit, praktische Experimente im naturwissenschaftlichen Unterricht, Werkstattarbeit oder der Sportunterricht, sehr unterschiedliche Voraussetzungen vor.

Die Frage des Timings für den individuellen Einsatz der o. g. Handlungsoptionen, ob z. B. unmittelbar zu Unterrichtsbeginn, mittendrin oder bei bestimmten Arbeitsaufträgen, ist gemeinsam mit den Lehrkräften zu entscheiden.

Mit Blick auf die Frage klarer Absprachen im Helfersystem, sollten im Idealfall solche Handlungsoptionen als mögliche Interventionen im Vorhinein besprochen, erarbeitet und festgelegt werden. So schafft sich das Helfersystem einen umfassenden wie abgestimmten `Methodenkoffer´, um bei Bedarf adäquat reagieren zu können.

Visualisierte Strukturgebung

Tages-, Stunden- oder Wochenpläne können in der Umsetzung des Hilfeangebots `Schulbegleitung´ bedarfsgerecht zeitliche, räumliche und inhaltliche Strukturen vorgeben. Da solche Pläne flexibel und individuell gestaltet werden können, bieten sie eine Vielzahl von Möglichkeiten zur Verdeutlichung - von ganz kleinschrittig bis zum Wochen- oder Jahresüberblick.

Visualisierte Planungen und Organisationsmittel geben durch ein hohes Maß an Präsenz Orientierung und Sicherheit. Gerade dann, wenn auditiv nicht mehr gut wahrgenommen werden kann, sind dargestellte Bilder, Pläne, Übersichten, etc. in ihrer Aussagekraft eindeutig und verständlich. Einzusetzende visualisierende Strukturgeber können z. B. folgende sein:

  • Nutzung reizarmer, relativ einfacher Symbole
  • Einsatz zentraler Begrifflichkeiten, Schlagworte, etc.
  • Darstellung von Graphiken, Plänen oder Übersichten
  • Verfassen ganzer Arbeitsabläufe
  • etc.

Zeitliche Strukturierung von Schulunterricht

Falls es den jeweiligen Klient*innen schwer fallen sollte, selbst zeitliche Einschätzungen vorzunehmen, können folgende Handlungsoptionen wie zeitliche, strukturgebenden Maßnahmen durch die Schulbegleiter*innen der TRANSPARENZ JUGENDHILFE zum Einsatz gebracht werden:

  • Zeitkarten
  • Zeitmesser
  • Sanduhr
  • digitale Timer
  • etc.

Der Einsatz solcher zeitlichen Strukturgeber kann seitens unserer Schulbegleiter*innen wiederum sehr flexibel gehandhabt werden. Diese können für ganze Unterrichtseinheiten, einzelne Arbeitsaufträge wie auch für Aus- und Pausenzeiten sehr hilfreich sein.

Selbstverständnis & fachliche Leitlinien

Auch unser Hilfeangebot `Schulbegleitung´ im Bereich `Integrationshilfe (IGH) sowie das fachliche Handeln unserer im Einsatz befindlichen Schulbegleiter*innen basiert bei der TRANSPARENZ JUGENDHILFE u. a. auf folgendem Selbstverständnis wie fachlichen Leitlinien. Diese orientieren sich beständig am aktuellen gesellschaftlichen, fachlichen und rechtlichen Diskurs.

 

Selbstverständnis

In der praktischen Arbeit lassen sich die Mitarbeiter*innen der TRANSPARENZ JUGENDHILFE von folgenden pädagogischen und betreuenden Grundgedanken und Prinzipien leiten:

Die Hilfeplanung wie Hilfegestaltung orientieren sich am individuellen Bedarf und achten die Selbstbestimmung der Klient*innen.

Unsere Mitarbeiter*innen begegnen den Klient*innen zu jeder Zeit respektvoll und zugewandt.

Unsere Hilfeleistungen basieren auf der vorbehaltlosen Akzeptanz und Annahme der Klient*innen, ihrer Problemlagen und Lebensumstände.

Unsere Hilfeangebote werden individuell, in enger Kooperation mit allen Verantwortlichen und unter großer Beteiligung der Hilfeempfänger entwickelt.

Unsere pädagogische Arbeit zeichnet sich durch Echtheit, Vertrauen und Verbindlichkeit aus.

Die Stärkung und Förderung des Individuums richtet sich nach den wirklichen persönlichen Kompetenzen der Klient*innen und berücksichtigt vorhandene Möglichkeiten und Ressourcen.

Auf Grundlage einer Alltags- & Lebensweltorientierung unterstützen wir die Klient*innen in ihrem Lebensumfeld und fördern ihre Entwicklung zu eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeiten.

Das Prinzip `Hilfe zur Selbsthilfe´ wie die Förderung der Eigenverantwortung der Klienten wird u. a. durch den Einsatz aktivierender Methoden unterstützt.

Das soziale wie pädagogische Handeln richtet sich nach dem Bedarf des Einzelfalls und berücksichtigt flexibel die jeweiligen Entwicklungen, Bedürfnisse und Entscheidungen der Klient*innen.

Zur Vermittlung von Sicherheit und Stabilität realisieren unsere Mitarbeiter*innen ein möglichst hohes Maß an Beziehungskontinuität!

Es gilt vorhandene Ressourcen des jeweiligen Umfeldes (Netzwerkarbeit) optimal zu nutzen.

Die Herangehensweisen in der täglichen Arbeit bei der TRANSPARENZ JUGENDHILFE werden zu großen Teilen von systemischen Ansätzen, Methoden und Interventionen geleitet.

Der Schutz personenbezogener Daten und die Verschwiegenheit gegenüber anderen Personen und Institutionen ist selbstverständlich und werden gewährleistet.

Fachliche Leitlinien

Orientierung am Kindeswohl

Laut § 27 des SGB VIII ist der Rechtsanspruch auf Hilfen zur Erziehung dann gegeben, wenn eine dem Wohl des Kindes oder des Jugendlichen entsprechende Erziehung nicht gewährleistet ist und die Hilfe für seine Entwicklung geeignet und notwendig ist.

Achtsamkeit für das Kindeswohl hat für die TRANSPARENZ JUGENDHILFE bei der Umsetzung ihrer Hilfeangebote, der Erbringung entsprechender Leistungen wie in der täglichen Arbeit oberste Priorität.

Die mit zunehmendem Alter wachsenden Fähigkeiten und Bedürfnisse zu selbstständigem und verantwortungsbewusstem Handeln sowie besondere soziale Anliegen und Eigenarten sind dabei zu berücksichtigen.

Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention

Jeder Mensch hat das Recht auf Teilnahme am gesellschaftlichen Leben, auf Individualität und Freiheit, auf Selbstbestimmung und Selbstverantwortung, auf das Entwickeln seiner Persönlichkeit in Achtung vor sich und den anderen.

Die in den Konventionen verfassten Überlebensrechte, Schutzrechte, Entwicklungs- und Förderrechte sowie Beteiligungsrechte leiten das pädagogische Denken und Handeln bei der TRANSPARENZ JUGENDHILFE. Wir begreifen jeden jungen Menschen als einmalig mit einer unveräußerlichen Würde.

Die Vorgaben der UN-Kinderrechtskonvention haben praktische Auswirkungen auf den Betreuungsalltag bei der TRANSPARENZ JUGENDHILFE. Alle Mitarbeiter*innen entscheiden, betreuen, erziehen und verhalten sich so, dass die Würde wie die Rechte der betreuten Kinder und Jugendlichen in größtmöglicher Art und Weise geschützt wie verwirklicht werden.

Die Mitarbeiter*innen der TRANSPARENZ JUGENDHILFE fördern die Stärken und Fähigkeiten der Einzelnen, entwickeln die persönlichen Ressourcen weiter und nutzen das jeweilige Betreuungssetting als Lernfeld für soziale Kompetenzen.

Unsere Mitarbeiter*innen begleiten die jungen Menschen dabei im Dialog und als Vorbild.

Kinderrechte & Partizipation

In Zentrum der Hilfen stehen die Kinder, Jugendlichen, jungen Volljährigen und Eltern. Die jungen Menschen und Familien haben ein Recht auf Mitwirkung im Hilfeplanverfahren, eine umfassende Partizipation bei der Zielformulierung der Hilfe und der inhaltlichen Gestaltung des Unterstützungsprozesses.

Die TRANSPARENZ JUGENDHILFE richtet daher ihr Augenmerk auf eine möglichst frühzeitige und intensive Beteiligung der Klient*innen an den entsprechenden Entscheidungsprozessen und auf eine umfassende Einbeziehung in die Hilfeplanung und -gestaltung.

Das Grundverständnis von Mitwirkung, Partizipation und Hilfeplanung als Aushandlungs- und Entscheidungsprozess bei der TRANSPARENZ JUGENDHILFE setzt sich im Hilfeprozess in einer aktivierenden Förderung von Eigenverantwortung der Klient*innen fort.

In der Folge wird der einem jeweiligen Hilfeplangespräch vorausgehende Sachstands- bzw. Entwicklungsbericht im Vorhinein den Beteiligten vorgelegt, im Hilfeplangespräch mit ihnen besprochen und vermeintliche Differenzen aktiv thematisiert. Daraus resultierend werden weitere Handlungsschritte geplant und umgesetzt.

Hilfe zur Selbsthilfe

Für die Mitarbeiter*innen der TRANSPARENZ JUGHENDHILFE sind es u. a. im Bereich der Integrationshilfe (IGH)/Schulbegleitung zentrale Aufgaben, die Klient*innen im schulischen Alltag zu begleiten und zu unterstützen, individuelle Anpassungen an die persönlichen Möglichkeiten vorzunehmen, ein individuelles Lerntempo zu ermöglichen, verschiedene Lerntechniken einzuüben, ihre Persönlichkeit weiter zu entwickeln, sich in ihrem Alltag und sozialen Umfeld bestmöglich integrieren zu können sowie ein hohes Maß an Selbständigkeit und eigenverantwortlicher Lebensgestaltung zu ermöglichen.

Die Unterstützung folgt dabei dem Prinzip `Hilfe zur Selbsthilfe´ - die Klient*innen sollen im Hilfeprozess immer unabhängiger vom Hilfeangebot wie den Mitarbeiter*innen werden.

Inklusion: Teilhabe ermöglichen

Das Prinzip der `Inklusion´ bedeutet für die TRANSPARENZ JUGENDHILFE, dass unabhängig von Herkunft, kulturellen Hintergründen, kognitiven, körperlichen und sozialen Fähigkeiten entsprechende Hilfeangebote wie z. B. die `Schulbegleitung´ konzipiert, umgesetzt und den individuellen Bedarfen angepasst werden.

Zum Zwecke größtmöglicher Inklusion und sozialen Integration und zur ganzheitlichen Umsetzung der entsprechenden Eingliederungs-, Hilfe- und Lernangebote kooperiert die TRANSPARENZ JUGENDHILFE, je nach Verantwortlichkeit der öffentlichen Träger, sowohl mit der Jugend- wie auch der Sozialhilfe.

Zentrale Ziele sind, dass Kinder, Jugendliche und deren Familien lernen, eigene Handicaps und die Behinderungen anderer besser anzunehmen und gemeinsam ein größeres Selbstbewusstsein zu entwickeln. Weiterhin gilt es frühzeitig eine gleichberechtigte Teilhabe am Leben in der Gesellschaft und ein Leben in weitgehender Selbstständigkeit zu erfahren.

Rechtsgrundlage der Schulbegleitung

Das schulunterstützende Hilfeangebot der `Schulbegleitung´ für Kinder mit Handicaps, Behinderungen und Förderbedarf basiert auf unterschiedlichen Rechtsgrundlagen:

UN-Behindertenrechtskonvention

Eine der wichtigsten und weitreichendsten rechtlichen Grundlagen ist die UN-Behindertenrechtskonvention bzgl. der `Rechte von Menschen mit Behinderungen´. Dieses Menschenrechtsübereinkommen der Vereinten Nationen ist am 3. Mai 2008 in Kraft getreten.

Der `Artikel 24´ der UN-Behindertenrechtskonvention erkennt das Recht behinderter Menschen auf Bildung an. Diese Regelung wiederholt und bekräftigt die Regelungen des Artikels 13 des UN-Sozialpakts, der Artikel 28 und 29 der UN-Kinderrechtskonvention sowie des Artikels 26 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte.

Inklusives Bildungssystem

Ausgehend vom Prinzip der Gleichberechtigung gewährleistet die UN-Behindertenrechtskonvention ein einbeziehendes (inklusives) Bildungssystem auf allen Ebenen sowie lebenslanges Lernen.

In der Folge ist sicherzustellen, dass behinderte Menschen nicht aufgrund einer Behinderung vom allgemeinen Bildungssystem ausgeschlossen werden. Ganz im Gegenteil muss den betroffenen Schüler*innen der Besuch einer Grundschule bzw. weiterführenden Schule, gleichberechtigt mit anderen nichtbehinderten Kindern, in jedem Fall ermöglicht werden.

Anspruchsberechtigung im Rahmen der Jugendhilfe

Anspruchsberechtigt sind nach dem achten Sozialgesetzbuch (SGB VIII), § 35a `Eingliederungshilfe für seelisch behinderte Kinder und Jugendliche´, Kinder und Jugendliche mit einer drohenden oder manifesten seelischen Behinderung. Die leistungsgewährende Behörde in diesem Fall das zuständige Jugendamt.

Nach § 35a SGB VIII entsteht die seelische Behinderung aus einer psychischen Störung und einer daraus erfolgenden Teilhabebeeinträchtigung.

Schulbegleitung ist eine Form der ambulanten Hilfen, die Aufgaben und Ziele, der Personenkreis und die Art der Leistungen werden nach § 35a, Absatz 2 und 3 im Sozialgesetzbuch (SGB VIII) – Achtes Buch Kinder- & Jugendhilfe genauer ausgeführt.

  • 35a SGB VIII `Eingliederungshilfe für seelisch behinderte Kinder und Jugendliche´

(1) Kinder oder Jugendliche haben Anspruch auf Eingliederungshilfe, wenn

  1. ihre seelische Gesundheit mit hoher Wahrscheinlichkeit länger als sechs Monate von dem für ihr Lebensalter typischen Zustand abweicht, und
  2. daher ihre Teilhabe am Leben in der Gesellschaft beeinträchtigt ist oder eine solche Beeinträchtigung zu erwarten ist.

Von einer seelischen Behinderung bedroht im Sinne dieses Buches sind Kinder oder Jugendliche, bei denen eine Beeinträchtigung ihrer Teilhabe am Leben in der Gesellschaft nach fachlicher Erkenntnis mit hoher Wahrscheinlichkeit zu erwarten ist. § 27 Absatz 4 gilt entsprechend.

Anspruchsberechtigung im Rahmen der Sozialhilfe

Anspruchsberechtigt sind nach dem Sozialgesetzbuch (SGB XII), § 54 Abs. 1 Satz 1 Nr.1 in Verbindung mit § 12 Nr.1 der Eingliederungshilfeverordnung `Hilfen zur angemessenen Schulbildung´ Kinder und Jugendliche mit körperlichen und/oder geistigen Behinderungen. In diesem Fall ist der Kostenträger das Sozialamt.

  • 54 SGB XII Leistungen der Eingliederungshilfe

(1) Leistungen der Eingliederungshilfe sind neben den Leistungen nach den §§ 26, 33, 41 und 55 des Neunten Buches insbesondere

  1. Hilfen zu einer angemessenen Schulbildung, insbesondere im Rahmen der allgemeinen Schulpflicht und zum Besuch weiterführender Schulen einschließlich der Vorbereitung hierzu; die Bestimmungen über die Ermöglichung der Schulbildung im Rahmen der allgemeinen Schulpflicht bleiben unberührt,
  2. Hilfe zur schulischen Ausbildung für einen angemessenen Beruf einschließlich des Besuchs einer Hochschule,
  3. Hilfe zur Ausbildung für eine sonstige angemessene Tätigkeit,
  4. Hilfe in vergleichbaren sonstigen Beschäftigungsstätten nach § 56
  5. nachgehende Hilfe zur Sicherung der Wirksamkeit der ärztlichen und ärztlich verordneten Leistungen und zur Sicherung der Teilhabe der behinderten Menschen am Arbeitsleben.

ICF - International Classification of Functioning, Disability and Health

Die ICF `International Classification of Functioning, Disability and Health´ ist eine von der Weltgesundheitsorganisation WHO im Jahre 2001 herausgegebene fach- und länderübergreifende Klassifikation zur Beschreibung der folgenden Faktoren bei Menschen:

  • funktionaler Gesundheitszustand
  • Behinderungen
  • soziale Beeinträchtigungen
  • relevante Umweltfaktoren

Der wesentliche Nutzen der ICF `Internationale Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit´ besteht in der zu Grunde liegenden bio-psycho-sozialen Betrachtungsweise der Komponenten der `Funktionsfähigkeit´, deren Beeinträchtigungen im Sinne von Krankheitsauswirkungen und in der Einführung von sog. `Kontextfaktoren´.

Mit Hilfe der ICF kann die aktuelle Funktionsfähigkeit jedes Menschen, oder eben ihre Beeinträchtigung, beschrieben und klassifiziert werden. Beschrieben werden dabei der Gesundheitszustand und die mit dem Gesundheitszustand verbundenen Zustände.

In der ICF - `Internationale Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit´ werden folgende Bereiche beschrieben:

  • Lernen & Wissensanwendung
  • Aufgaben & Anforderungen
  • Kommunikation, interpersonelle Interaktion & Beziehungen
  • Mobilität
  • Selbstversorgung & häusliches Leben
  • bedeutende Lebensbereiche (Erziehung, Arbeit und Beschäftigung, etc.)
  • gemeinschaftliches, soziales & staatsbürgerliches Leben

Beschluss der Kultusministerkonferenz vom 20.10.2011

Mit Blick auf die inklusive Bildung von Kindern und Jugendlichen mit Behinderungen in Schulen hat die Kultusministerkonferenz in ihrem Beschluss vom 20.10.2011 für die schulische Seite u. a. ausgeführt, dass …

`… Bildung und Erziehung von jungen Menschen mit Behinderungen Aufgaben aller Bildungseinrichtungen sind´.

`… Grundlage inklusiver Bildung das gemeinsame Lernen und die gemeinsame Erziehung von Kindern und Jugendlichen mit und ohne Behinderungen sind´.

`… Grundvoraussetzungen dafür gegenseitiger Respekt und Rücksichtnahme sowie die dafür notwendigen Haltungen und Einstellungen aller an Schule Mitwirkenden sind´.

`... Zuständigkeit und Verantwortung für die Kinder und Jugendlichen, unabhängig von deren individuellen Lern-, Entwicklungs- und anderen Voraussetzungen, von der inklusiven Schule übernommen wird´.

`… inklusive Bildungsangebote Kindern und Jugendlichen mit Behinderungen oder mit einem sonderpädagogischen Unterstützungsbedarf den gleichberechtigten Zugang zu allen Angeboten des Unterrichts, zu den Angeboten der verschiedenen Bildungsgänge und des Schullebens ermöglichen´.

`… bei Kindern und Jugendlichen mit Behinderungen, die beim schulischen Lernen sonderpädagogische Bildungs-, Beratungs- und Unterstützungsangebote benötigen, es Aufgabe aller Beteiligten ist, zu gewährleisten, dass diese Kinder und Jugendlichen eine ihren persönlichen Lern- und Entwicklungsvoraussetzungen und -möglichkeiten entsprechende Bildung und Erziehung erhalten´.

`… jedem Kind oder Jugendlichen mit Behinderungen, im Rahmen eines barrierefreien Unterrichts, die Erreichung eines seinen Fähigkeiten gemäßen schulischen Abschluss ermöglicht wird´.

… ein inklusiver Unterricht der Vielfalt von unterschiedlichen Lern- und Leistungsvoraussetzungen der Kinder und Jugendlichen Rechnung trägt.

Kooperation im Hilfenetzwerk

Eine enge Zusammenarbeit und regelmäßige Kommunikation mit allen an der konkreten Hilfesituation Beteiligten ist für die TRANSPARENZ JUGENDHILFE auch beim Hilfeangebot `Schulbegleitung´ unbedingt notwendig.

Spannungsfeld: Klient – Eltern – Schule – öffentlicher Träger

Grundlegend findet das Hilfeangebot `Schulbegleitung´ im Hilfenetzwerk zwischen den zu betreuenden Schüler*innen, den Eltern, den Mitschüler*innen, den Lehrkräften und den Verantwortlichen seitens der Jugendämter statt. Eine gute Kooperation wie professionelle Kommunikation zwischen allen Beteiligten stellt eine wichtige Grundlage dar.

Unsere Schulbegleiter*innen bilden ein Team mit dem jeweiligen Kind und entwickeln eine tragfähige Beziehung zu den jeweiligen Klient*innen. Gleichzeitig sind sie in enger Kooperation mit den Eltern und den Verantwortlichen seitens der Schule tätig.

Die beteiligten Systeme verfügen über teilweise sehr unterschiedliche Herangehensweisen, Aufgaben und Arbeitsweisen. Umso wichtiger ist es für die Mitarbeiter*innen der TRANSPARENZ JUGENDHILFE sich der notwendigen interdisziplinären Zusammenarbeit und guten Kooperation mit allen an der Hilfe beteiligten Personen bewusst zu sein.

Ein konstruktiver und zuverlässiger Austausch stellt sicher, dass die Interessen und Bedürfnisse der Schüler*innen, die Wünsche und Möglichkeiten der Erziehungsberechtigten und die Anliegen und Ressourcen der Institutionen und der beteiligten Hilfepersonen ausreichend berücksichtigt werden.

Kooperation mit dem System `Schule´

Schulbegleiter*innen selbst sind nicht Teil des Systems `Schule´, was sowohl für das System `Schule´ als auch für die Mitarbeiter*innen der TRANSPARENZ JUGENDHILFE eine pädagogische wie organisatorische Herausforderung darstellt.

Damit die Kompetenzen und Ressourcen der beteiligten pädagogischen Fachkräfte bestmöglich zum Einsatz kommen können und ein konstruktives Zusammenwirken im täglichen Handeln stattfinden kann, braucht es klare Absprachen, Rollenverständnisse und Zuständigkeiten.

Die TRANSPARENZ JUGENDHILFE bietet mit Blick auf die professionelle Umsetzung des Hilfeangebots `Schulbegleitung´ den beteiligten Schulen u. a. folgendes:

  • Bereitschaft zu enger Zusammenarbeit und Abstimmung
  • feste Ansprechpartner für inhaltliche und organisatorische Fragen
  • Transparenz in jeder Phase der Zusammenarbeit
  • intensive fachliche Begleitung unserer Mitarbeiter*innen
  • gemeinsame Planung größerer Unterrichtsvorhaben, Projekte und Klassenfahrten
  • Beteiligung an Elterngesprächen und der Erstellung individueller Förderplanziele

Rahmenbedingungen seitens Schule

Für eine gelingende Zusammenarbeit als Grundlage für eine gute Begleitung der Schüler*innen brauchen unsere Schulbegleiter*innen bestimmte Rahmenbedingungen der jeweiligen Schulen und Grundhaltungen seitens der beteiligten Lehrkräfte:

  • Schulbegleiter*innen werden als Entlastung und Unterstützung gesehen
  • Abstimmung und Festlegung gemeinsamer Prozesse und Vorgehensweisen
  • Einrichtung von Kooperationszeiten
  • umfassender Austausch und frühzeitige Informationen zu Schulaktivitäten
  • verbindliche Ansprechpartner*innen seitens der Schulen

Kooperation mit den Lehrkräften

Damit die Kompetenzen und Ressourcen der beteiligten pädagogischen Fachkräfte bestmöglich zum Einsatz kommen können und ein konstruktives Zusammenwirken zur bestmöglichen Förderung der Klient*innen stattfinden kann, braucht es klare Absprachen mit den Klassen- oder Fachlehrer*innen bzw. im Einsatz befindlichen Sonderpädagog*innen.

Ein zentrales Ziel lautet, die Verselbstständigung der Klient*innen gemeinsam zu fördern. Die dabei notwendige, individuell richtige Balance zwischen Betreuung, Anleitung, Hilfestellung nach dem Prinzip `Hilfe zur Selbsthilfe´ und entsprechenden Freiräumen zu finden, braucht u. a. einen intensiven Prozess der Abstimmung zwischen den beteiligten Fachkräften.

Die `Vermittlerrolle´ zwischen dem Empfinden und den Bedarfen der Klient*innen auf der einen Seite und den Anforderungen der Lehrer*innen auf der anderen, kann für die Schulbegleiter*innen ein bedeutsamer Aspekt der täglichen Arbeit sein.

Einerseits `Sprachrohr der Klienten´, andererseits `verlängerter Arm der Lehrkräfte´ – hierbei braucht es das Fingerspitzengefühl der Schulbegleiter*innen der TRANSPARENZ JUGENDHILFE, um in dieser Vermittlerrolle weder das Vertrauen der/des Klient*in zu verlieren noch den `Schulterschluss´ mit den Lehrkräften zu vernachlässigen.

Grundsätzlich nehmen die Schulbegleiter*innen der TRANSPARENZ JUGENDHILFE, in der Kooperation mit den Lehrkräften, keinerlei Einfluss auf deren inhaltliches wie fachliches Handeln, geschweige denn bewerten sie dieses.

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